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Jahresbericht 2020

Jahresbericht 2020, Frauengemeinschaft Pfarrei Grossdietwil

Und alles kommt anders als man denkt. Ich glaube, dieser Satz beschreibt das Jahr 2020 recht treffend. Das 99. Vereinsjahr sollte von Vorbereitungen fürs grosse Jubiläum geprägt sein und wurde dann durch Corona bestimmt.

An der GV vom 28. Januar 2020 trafen sich knapp 90 Frauen dichtgedrängt im Pfarreiheim. Die tolle Stimmung und die angeregten Gespräche standen noch nicht unter dem Einfluss der Pandemie. Bereits eine Woche vor der GV hatte der Frauengottesdienst mit Gedächtnis für die verstorbenen Vereinsmitglieder stattgefunden. Über 40 Frauen und Männer besuchten diesen sehr stimmungsvollen Gottesdienst zum Thema Perlen. Am 5. Februar informierten sich ca. 30 Teilnehmerinnen des Samaritervereins und der Frauengemeinschaft über die Homöopathie in der ersten Hilfe. Der Weltgebetstag vom 6. März fand wie so oft im kleineren Rahmen statt und der Einfluss der Pandemie wurde immer spürbarer. Für den Babysitterkurs, die Chenderstobe und den Frauenjass musste beim Kanton eine Bewilligung eingeholt werden. Für alle Anlässe wurde die Bewilligung ausgesprochen. Der Babysitterkurs konnte mit 10 Jugendlichen wie geplant durchgeführt werden. Für den Frauenjass hatten wir so viele Anmeldungen wie schon lange nicht mehr. Besonders gefreut hat uns, dass sich einige neue Frauen für den Jassabend interessierten. Nach vielem Hin und Her musste der Abend dann kurzfristig abgesagt werden. Wir konnten diesen Anlass nicht mit gutem Gefühl durchführen, sind doch jeweils viele Frauen aus der Risiko-Gruppe anwesend. Genau an diesem Tag änderte sich die Situation massiv. Der Bundesrat beschloss, die Schulen zu schliessen, und bald folgten weitere Massnahmen. So wurden nach und nach alle weiteren Veranstaltungen bis im August abgesagt. Die Frauengemeinschaft war aber nicht untätig. Die Osterkerzen wurden von 2 Familien zu Hause erstellt. In der Kirche erfreuten sie sich grosser Beliebtheit, so dass schon 1 Woche nach Ostern keine verzierten Kerzen mehr vorhanden waren. Kurzerhand haben wir nochmals Kerzen nachgemacht. Wir freuen uns, dass durch die freiwilligen Spenden ein Betrag von 1309 Franken an die Glückskette überwiesen werden durfte. Die ungewisse Situation während der 1. Welle der Pandemie und die besonders für die Senioren ausgesprochenen Einschränkungen bewogen uns, gemeinsam mit den Sozialdiensten der Gemeinden einen Helferpool zu bilden. Glücklicherweise hat die Nachbarschaftshilfe gut funktioniert und in unserer Region waren keine grösseren Krankheitsausbrüche zu beklagen. So mussten wir keine Helfer vermitteln.

Im Sommer hatte sich die Lage wieder etwas beruhigt. Mit der Sonnenaufgangswanderung auf den Napf konnte auch die Frauengemeinschaft im August wieder mit den Anlässen im Jahresprogramm starten. Insgesamt genossen 14 Frauen gemeinsam einen wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Napf. Im September besuchten 18 Frauen der verschiedenen Gemeinschaften aus der Region gemeinsam den Blumengarten in Zell. Bei schönstem Wetter genossen alle das Zusammensein und die informativen Ausführungen. In der Pfarrkirche besuchten am 21. September 35 Frauen die Hildegardsmesse. Hier war genügend Platz, um die Abstandsregeln einzuhalten. Das geplante anschliessende gemütliche Beisammensein musste abgesagt werden. Ebenso alle Frauenjass-Abende des Jahres. Die Willisauer-Ringli-Führung fand im kleinen Rahmen statt. 4 Frauen verbrachten einen informativen und lustigen Morgen. Mit angepassten Schutzmassnahmen konnte der Jodelworkshop, organisiert durch die Frauengemeinschaft Ufhusen, sogar doppelt durchgeführt werden.

Die weiteren geplanten Anlässe wie der Vortrag bezüglich Jugendliche im Berufswahlprozess, Weihnachtsmarkt in Bremgarten, Adventstreff mit den alleinstehenden Frauen über 75 Jahren, mussten verschoben oder umgeplant werden. So haben wir Vorstandsfrauen mit diesen Senioren in der Adventszeit ein Telefongespräch geführt. Diese Gespräche haben beide Seiten bereichert. Zum Abschluss besuchten 35 Frauen die Adventsmeditation in der Kirche.

Alle Untergruppen haben ihre Tätigkeiten entsprechend den Möglichkeiten durchgeführt.

Das Chenderstobe-Team musste immer sehr spontan entscheiden, ob die Durchführung zu verantworten war oder ob der Anlass zugunsten der Sicherheit abgesagt werden musste.

Das Team der Seniorengruppe konnte leider wenige Treffen durchführen. Während dem Sommer fanden die Mittagstische im Restaurant Löwen und die Betriebsbesichtigung bei Familie Büchler statt.

Die Spielgruppe-Frauen konnten ausser in der Zeit von Mitte März bis Mitte Mai die Kinder in der Spielgruppe betreuen. Seit Sommer 2020 besuchen 25 Kinder in 5 Gruppen die Spielgruppe und lernen so das Zusammensein mit gleichaltrigen ohne Anwesenheit der Eltern.

Die Biblischen Figuren wurden auch dieses Jahr an Ostern und Weihnachten aus dem Schrank geholt. Da in der Osterzeit keine Gottesdienste gefeiert werden durfte, wurde die Gelegenheit genutzt und die Szenen grosszügig in der Kirche verteilt aufgestellt. Viele Leute dürfen sich jeweils an den ausdrucksvollen Situationen aus den biblischen Geschichten erfreuen.

Auch beim Besuchsdienst musste man kreativ werden. Anstelle von Besuchen durften sich die Frauen und Männer in den Altersheimen und teilweise auch zu Hause über einfühlsame Telefone freuen.

Das Team des Ferien(S)passes hat viel daran gesetzt, dass die Kinder auch dieses Jahr in den Sommerferien unterschiedliche Anlässe besuchen konnten. Dank Schutzkonzept und Anpassungen beim Angebot konnten alle angebotenen Ateliers erfolgreich durchgeführt werden.

Ein herzliches Dankeschön allen Frauen und Männern der verschiedenen Untergruppen für ihre wertvolle Arbeit. Danke, dass immer wieder Möglichkeiten und Alternativen gesucht werden, wenn sich die Situation wieder verändert.

Der Vorstand hat sich wie geplant zu 6 Sitzungen getroffen. Dazwischen wurden viele Überlegungen gemacht, was können/dürfen wir, was für Alternativen gibt es, was ist zu verantworten, etc. Viele Telefone und Emails wurden dazu getätigt. Stark beschäftigt hat uns auch die Nachfolgeregelung unserer Aktuarin. Bereits seit längerer Zeit hat sich abgezeichnet, dass eine Veränderung nötig ist. So wurden immer mehr Arbeiten durch die anderen Vorstandsmitglieder übernommen. Dies kann aber keine längerfristige Lösung sein. Nach vielen erfolglosen Anfragen hat sich Astrid Bossert Meier zur Verfügung gestellt, das Amt kurzfristig ad Interim bis zur GV 2022 zu übernehmen, damit wir etwas mehr Luft haben, ein neues Vorstandsmitglied zu finden. Vielen Dank Astrid für den unkomplizierten Einstieg in die Arbeit. Auch für das bevorstehende 100-Jahr Jubiläum wurden bereits viele Vorbereitungen und Vorarbeiten geleistet. Trotz allem mussten wir Anfang Dezember schweren Herzens entscheiden, dass nicht nur keine spezielle Jubiläums-GV, sondern auch keine physische Jahresversammlung stattfinden kann. Wie gerne hätten wir die geplante Dekoration mit den grossen Metallblumen umgesetzt. Nun hoffen wir, dass die Blumen an ihren Plätzen in Gärten, Hauseingängen, etc. viele Leute erfreuen mögen. Glück hatten wir mit dem Vorstandsessen. Nachdem wir im Töpferatelier von Doris Häfliger kreativ waren, konnten wir bei schönstem Wetter ein feines Essen bei Michele Birchler in Fischbach geniessen. Ein schöner Lohn für unsere Arbeit.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei allen Vorstandsmitgliedern für die tolle Zusammenarbeit und bei allen Vereinsmitgliedern fürs Teilnehmen an den Anlässen bedanken. Ebenfalls geht mein Dank an die Kirchgemeinde sowie die Gemeinden Altbüron, Grossdietwil und Fischbach für die finanzielle und räumliche Unterstützung unseres Vereins.

 

Dezember 2020, Madeleine Fuchs, Präsidentin Frauengemeinschaft Pfarrei Grossdietwil